PDF-Standards im Überblick

PDF Standards

Einer der größten Vorteile von PDF-Dokumenten ist, dass sie für viele unterschiedliche Einsatzzwecke flexibel genutzt werden können. Sie sind ideal für den Austausch von Informationen innerhalb eines Unternehmens oder mit Geschäftspartnern.

Aus diesem Grund sind verbindliche Vorgaben nötig, um die Interoperabilität sicherzustellen, die das PDF-Format als großen Vorteil mitbringt. Deshalb wurden für die Erstellung von PDF-Dokumenten Standard-Formate definiert, damit Qualitätsanforderungen klar beschrieben und ihre Einhaltung vereinfacht werden.

Ausführlichere Informationen zu PDF-Standards und technische Hintergründe finden Sie hier: https://www.pdfa.org/

Verbindliche PDF-ISO-Standards

Durch ISO-Standards wird sichergestellt, dass trotz vieler unterschiedlicher Programme zur PDF-Erzeugung eine zuverlässige und valide PDF-Verarbeitung möglich ist.

Da PDFs sehr unterschiedliche Einsatzzwecke haben, gibt es nicht nur einen Standard, sondern mehrere. So können Anwender für ihren jeweiligen Zweck passende PDF-Dokumente erzeugen, zum Beispiel für High-End-Druck, Langzeitarchivierung oder Barrierefreiheit.

Alle wichtigen PDF-Standards in der Übersicht

  1. ISO-Standard PDF 2.0: Aktueller ISO-Standard für PDF mit Klarstellungen und technischen Detailverbesserungen. Details: https://www.pdfa.org/resource/iso-32000-pdf/ und https://www.pdfa.org/iso-status/
  2. PDF/X: Standard für die Druckindustrie. Die Anforderungen unterscheiden sich von Monitoranzeige, Archivierung oder Barrierefreiheit. Ziel ist die Optimierung für den professionellen Druck. PDF/X-6 basiert auf PDF 2.0: https://pdf-aktuell.ch/pa/language/de/pdf-x-6-iso-15930-9-ist-endlich-veroffentlicht/
  3. PDF/A: Dieses Format wurde für die Langzeitarchivierung entwickelt. Es wird überall dort eingesetzt, wo Dokumentenmanagement und dauerhafte Archivierung wichtig sind, etwa in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen.
  4. PDF/VT: Standard für variablen Datendruck und Transaktionsdruck, als Alternative zu Formaten wie PCL, PPML oder AFP. Aktuelle Version: PDF/VT-3 auf Basis von PDF/X-6 und PDF 2.0. Mehr zu personalisiertem Druck: https://www.webpdf.de/blog/category/digitaldruck/ und https://www.pdfa.org/resource/pdf-vt/
  5. PDF/UA: Standard für barrierefreie Dokumente. UA steht für Universal Accessibility. Eine PDF/UA-konforme Datei muss so aufgebaut sein, dass Inhalte maschinenlesbar sind und von allen Menschen genutzt werden können. Mehr zu PDF/UA: https://www.pdfa.org/resource/pdfua-1/ und mehr zum Matterhorn-Protokoll: https://www.webpdf.de/blog/matterhorn-protokoll-1-1-verfuegbar/

Index-Übersicht von pdfa.org

Die PDF Association hat zusätzlich eine detaillierte Übersicht veröffentlicht, in der ISO-Veröffentlichungen rund um PDF als Index aufgelistet sind. Sie bietet eine Zuordnung zwischen ISO-Dokumentnummern, Teilen und Veröffentlichungsjahren sowie der in der Industrie gebräuchlichen PDF-Nomenklatur.

Auch laufende ISO-Arbeiten und geplante Veröffentlichungen sind dort aufgeführt. Das hilfreiche Tool finden Sie hier:

https://www.pdfa.org/iso-status/